Von einem Videoeinsatz wird in diesem Leitfaden nicht gänzlich
abgeraten,vielmehr wird verraten, wann man dieses Hilfsmittel
einsetzt, wann besser nicht - und warum nicht.

Dazu ein Ausschnitt aus dem 3. Kapitel:
Selbst- und Fremdwahrnehmung


Fremdwahrnehmung verpaßt - Rede verpatzt
Selbstwahrnehmung könnte man üben, beispielsweise sich hinstellen
und vor einem imaginären Publikum sprechen. Steht man dann aber
tatsächlich vor Publikum, ist alles anders. Zudem ist jede Gruppe unter-
schiedlich. Von guten Rednern weiß man, daß sie sich vor allem dadurch
auszeichnen, daß sie sich auf jedes Publikum einstellen. Solche Redner
bekommen genau mit, wie die Stimmung und welches Vorverständnis
für das Thema da ist.

An die Gruppe
"Ein solcher phantastischer Redner wurde mal auf Video aufgenommen.
Hinterher hat er sich das Band angesehen. Er guckte gebannt auf den
Bildschirm, sah, wie imposant er die Rede brachte, und sagte sich:
"Wäre ich Zuhörer gewesen und hätte mir zugehört, ich wäre begeistert
gewesen - echt toll!" Dann hielt er die nächste Rede. Während er sprach,
dachte er an das Video, an seine imposanten Gesten. Was, glaubt ihr, ist
mit dieser Rede passiert? Es wurde die schlechteste Rede, die er je gehalten
hatte. Ihm fehlte die Fremdwahrnehmung."

Nachteil von Video
Die fehlende Fremdwahrnehmung ist auch der Nachteil bei Videoeinsatz.
Man überfordert die Teilnehmer, wenn man sie das Band nur einmal
anschauen ... usf.